Zeitungsqualitäten 2025 – Warum das Vertrauen in Journalismus auch in der digitalen Welt hoch bleibt

Die aktuelle Studie „Zeitungsqualitäten 2025“ der ZMG (Zeitungsmarktforschung Gesellschaft) zeigt: Zeitungen – gedruckt wie digital – sind und bleiben eine der wichtigsten Informationsquellen in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen dabei Reichweite, Vertrauen, der Umgang mit Fake News und die Rolle von lokalen Medien.

Reichweite: Zeitungen erreichen Millionen Menschen

Zeitungen erreichen nach wie vor einen Großteil der Bevölkerung. Laut Studie greifen wöchentlich 54,5 Millionen Menschen auf die Angebote der Verlage zu. Zusammengenommen über Print und digitale Kanäle liegt die Reichweite bei 77,3 Prozent. Damit gehören Zeitungen zu den reichweitenstärksten Medien in Deutschland und sind ein zentraler Bestandteil der täglichen Information.

Vertrauen und der Umgang mit Fake News

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie glaubwürdig Zeitungen im Vergleich zu anderen Medien wahrgenommen werden. 85 Prozent der Befragten gaben an, bereits mit Falschmeldungen konfrontiert gewesen zu sein. In klassischen Zeitungen begegnen jedoch nur 8 Prozent der Befragten Fake News, auf den digitalen Auftritten der Verlage liegt dieser Wert bei 9 Prozent. Damit schneiden Zeitungen deutlich besser ab als soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste, die häufig als Hauptquelle für Desinformation genannt werden.

Die Stärke von Lokal- und Regionalzeitungen

Besonders hoch ist das Vertrauen in lokale und regionale Zeitungen. 93 Prozent der Befragten sehen sie als erste Adresse, wenn es um Berichterstattung aus dem eigenen Umfeld geht. Die Nähe zu den Themen des Alltags, die Verankerung in der Region und die hohe journalistische Qualität machen sie zu einem unverzichtbaren Informationspartner für Millionen Menschen.

Journalismus als Stütze der Demokratie

Die Studie hebt außerdem hervor, wie stark die Bedeutung einer freien Presse für die Gesellschaft eingeschätzt wird. Rund 90 Prozent der Befragten halten unabhängigen Journalismus für unverzichtbar für die Demokratie. 80 Prozent betonen, dass ihnen verlässliche und glaubwürdige Berichterstattung besonders wichtig ist. Das zeigt, dass Zeitungen nicht nur informieren, sondern auch eine zentrale Rolle für das Funktionieren demokratischer Strukturen spielen.

Fazit

Die Ergebnisse der Studie „Zeitungsqualitäten 2025“ machen deutlich: Zeitungen behaupten ihre Rolle als vertrauenswürdige und reichweitenstarke Informationsquelle in einer Zeit, in der Fake News und Desinformation zunehmen. Besonders die lokalen Ausgaben genießen großes Vertrauen und sind für die Menschen vor Ort von hoher Relevanz. Wer Wert auf Seriosität und Glaubwürdigkeit legt, greift auch heute noch auf Zeitungen zurück – egal ob in gedruckter Form oder digital.

Quelle: „Zeitungsqualitäten 2025“ – Präsentation und Studie